5 Tipps für die hybride (Wieder-)Belebung Ihres Netz­werks

In einem Punkt sind wir uns sicher einig: Nichts ersetzt den per­sön­li­chen Kon­takt. Doch außer­ge­wöhn­li­che Situa­tio­nen erfor­dern krea­tive Alter­na­ti­ven. Wie wol­len wir in Ver­bin­dung blei­ben, wenn phy­si­sche Tref­fen nicht mög­lich sind? Ein Ehren­amts­netz­werk zeigt ein Bei­spiel, wie Sie Ihr Netz­werk am Leben hal­ten kön­nen. Wir geben einen Ein­blick in Vor­über­le­gun­gen und prak­ti­sche Umset­zun­gen. 

Netz­werk­ent­wick­lung in Zei­ten der Kon­takt­be­schrän­kung ist eine echte Her­aus­for­de­rung. Wir beglei­ten das ‚Ver­bund­netz der Wärme‘ – ein Netz­werk mit rund 250 ehren­amt­li­chen Per­so­nen und rund 14 Part­nern, die das Ehren­amt unter­stüt­zen. Wir tei­len unsere Erfah­run­gen, die uns Lobe beschert haben, wie  

„Danke für die Info, ihr macht einen tol­len Job“,  

Ah, gut zu wis­sen.“, 

„Ich habe mit Simone geschrie­ben. Wir machen das zusam­men.“ 

Ein Netz­werk lebt vom Infor­ma­ti­ons­aus­tausch. Je mensch­li­cher und umsich­ti­ger desto bes­ser. Vor Covid-19 tra­fen wir uns regel­mä­ßig im klei­nen und gro­ßen Rah­men, um die mensch­li­che Nähe zur ver­läss­li­chen Zusam­men­ar­beit auf­zu­bauen. Das musste nun in die physisch-kon­takt­arme Welt über­führt wer­den. 

Bei der Wahl unse­res wei­te­ren Vor­ge­hens haben wir zunächst fol­gende Fra­gen gestellt: 

  • Wie geht es unse­ren Mit­glie­dern ins­ge­samt mit der neuen Situa­tion? Haben sich die Anfor­de­run­gen an das Netz­werk ver­än­dert? 
  • Wel­che Funk­tio­nen haben unsere bis­he­ri­gen For­mate für unsere Mit­glie­der und Part­ner erfüllt? 
  • Mit wel­cher tech­ni­schen Infra­struk­tur müs­sen wir im schlimms­ten Fall rech­nen? 
  • Wel­che tech­ni­sche Ver­siert­heit und Medi­en­kom­pe­tenz ist bei unse­ren Netz­werk­mit­glie­dern vor­aus­zu­set­zen? 
  • Was kön­nen wir mit unse­ren Res­sour­cen über­haupt umset­zen? 

Aus den Ant­wor­ten ent­stan­den For­mate, die nut­zer­freund­li­che Digi­ta­li­sie­rung und men­schelnde Ana­loge ver­ein­ten. Hier unsere fünf Tipps zum covid-ver­än­der­ten Netz­wer­ken:

  1. Lebens­zei­chen zei­gen ohne Über­flu­tung: Kleine Grüße über Social Media oder E‑Mails mit Ein­bli­cken in den eige­nen All­tag schaf­fen Nähe, ohne die Emp­fän­ger zu über­flu­ten. 
  1. Ver­bun­den­heit zei­gen: Die ein­fa­che Frage „Wie geht es dir?“ muss ernst­haft the­ma­ti­siert wer­den. Allein ein offe­nes Ohr und/oder mit­den­ken­des Tele­fo­nat kann auf bei­den Sei­ten des Hörers hilf­reich sein. 
  1. Hilfe anbie­ten: Wie kann das Netz­werk den Einzel­nen stär­ken? Die grund­le­gende Funk­tion des Netz­werks sollte spür­bar unter­setzt wer­den. Wir taten das mit einer Online-Platt­form und Bedarfs­an­fra­gen, um kon­kret poten­zi­elle Unter­stüt­zer zu invol­vie­ren. 
  1. Netz­werk bele­benFür den Infor­ma­ti­ons­aus­tausch im Gespräch bie­tet uns der Markt zahl­rei­che Kon­fe­renz-Platt­for­men. Hier set­zen wir auf höchste Bar­rie­re­frei­heit, um den Zugang mit aus­führ­li­chen Anlei­tun­gen zu ver­ein­fa­chen. Dis­kus­sio­nen zie­hen wir in geschütz­ten Räu­men vor, die zwar eine Anmel­dung erfor­dert, aber eine ver­trau­ens­volle Umge­bung schafft. 
  1. Ein­ho­len ohne über­ho­len: Eine echte Her­aus­for­de­rung ist es, mit den digi­ta­len Ange­bo­ten am Zahn der Zeit zu blei­ben, um stets die mediale Sicher­heit zu gewähr­leis­ten. Gleich­zei­tig dür­fen die Netz­werk­mit­glie­der aber nicht abgehängt wer­den. Hier zahlt sich die Treue zu einem Anbie­ter mit dem wachen Blick auf die Inter­es­sen der Netz­werk­mit­glie­der aus. Sehr gute Erfah­rung machen wir mit einem Mix aus: Social Media – Gruß­kar­tenVideo­kon­fe­ren­zen – Tele­fo­nate und aktu­elle Web­site­bei­träge – Neu­ig­kei­ten per Post. 

„Die VNG-Stif­tung setzt auf Koope­ra­tio­nen. Wir sind froh, dass wir die­sen Gedan­ken auch beim ‚Ver­bund­netz der Wärme‘ leben und mit MGMTree GmbH umset­zen kön­nen. Mit Enga­ge­ment und Wert­schät­zung für die Men­schen, die sich jeden Tag für andere und das Gemein­wohl ein­set­zen, ist unsere Ehren­amts­in­itia­tive in guten Hän­den.“ Mandy Baum, VNG-Stif­tungs­ma­na­ge­rin.

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